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Di 03.04.12 11:06

Klassenbuch zum Spiel gegen Ulm

Ein Start-Ziel-Sieg, der nicht unbedingt in dieser Form so zu erwarten war. Wahre Worte, die Johannes Herber nach dem Erfolg über Ulm sprach. Mit einem Sieg habe ich persönlich gerechnet. Wie hier im Blog auch mehrfach kommentiert wurde, werden die schweren Spiele für die Skyliners wahrscheinlich Hagern oder Trier werden. Obwohl in Oldenburg zu bestehen auch nicht ganz leicht wird. Jetzt aber erst einmal das Klassenbuch zum Spiel gegen Ulm. In der heutigen FR-Ausgabe gibt es einen Artikel zum besten Mann der Partie.

Gut dabeI:

Jacob Burtschi: Eine rumherum gute Leistung des Forward der Skyliners. Ob in der Defensive oder in der Offensive, das Energiebündel war überall zu finden und machte es seinen Gegenspielern extrem schwer. Schnappte sich drei seiner sieben Rebounds in der Offensive, traf drei seiner fünf Dreierversuche und verteilte drei Assists. Der 2,01-Mann ist nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb einer der das Team bereichert hat. Als er kurz draußen war, kamen die Ulmer ran. Spielte 34:56 Minuten. 15 Zähler standen für ihn am Ende zu Buche.

Michael Thompson: Bester Schütze mit 16 Zählern. Traf alle seine vier Dreierversuche. Aber nicht nur deshalb war er gegen Ulm einer der Besten. Dirigierte lautstark sein Team, traf gute Entscheidungen in der Auswahl der plays.  Der 1,77 Meter große Kraftprotz hätte sogar fast einen Rebound gegen John Bryant gewonnen. Insgesamt sammelte er drei Defensivrebounds und verteilte zwei Assists.

Quantez Robertson: Jimmy McKinney hat Recht: Robertson ist einfach der beste Defensivspieler der Liga. Erfüllte sein Sonderrolle als Wachhund für Isaiah Swann in phantastischer Manier. Im play of the game sieht man wie er dem Guard der Gäste den letzten Nerv raubt, ihm den Ball aus der Hand stiehlt und eindunkt. Insgesamt elf Punkte. Im Schlussviertel nicht mehr mit der Energie gegen Swann wie zuvor. Er ist eben auch nur ein Mensch.

Ganz okay:

Tim Ohlbrecht: Machte einen guten Job in der Verteidigung gegen den Koloss John Bryant und setzte in der Offensive mit zwei krachenden Dunkings Akzente. „Tim ist der Spieler, der sich am meisten entwickelt hat“, lobte ihn Trainer Muli Katzurin. Bekam nicht so viele Bälle, da es seine Kollegen zumeist erfolgreich von Außen versuchten. Sammelte fünf Rebounds – zwei in der Offensive – und blockte einen Schuss.

Johannes Herber: Mit einem Dreier und einem Korbleger erhöhte der Nationalspieler schnell von 21:19 auf 26:19. Insgesamt acht Punkte in 11:53 Minuten. Verteilte zwei Asissts und erfüllte seine Aufgabe im Großen und Ganzen sehr ordentlich. Den Cut und das blaue Auge, hat er Mannschaftskamerad Ohlbrecht zu verdanken. Ist aber nichts schlimmes.

Jimmy McKinney: Null Punkte bei nur zwei Wurfversuchen standen für „J-Roc“ auf dem Statistikzettel nach der ersten Halbzeit. Für mich war klar: die zweite Halbzeit gehört dem Shooting-Guard. 13 Zähler folgten schließlich auch bis zum Ende. Fünf der zehn Versuche fanden ihr Ziel. Darüber hinaus verteilte er vier Assists. Ein wenig ungeschickt in der Verteidigung und mit insgesamt vier Fouls.

So lala:

Jermaero Davidson: 3/8 aus dem Feld, sechs Punkte, sieben Rebounds, zwei Assists und zwei Blocks standen für Davidson auf dem Statistikzettel. Der US-Amerikaner fiel dieses Mal, ob vorne oder hinten, besonders gut oder besonders schlecht auf. Rieb sich in der Defensive gegen Bryant auf, ohne tatsächlich eine Chance zu haben, in der Offensive vernaschte er ihn mit seinen Moves ohne einen richtigen Flow zu finden. Ärgerlich sind seine Turnover. Auch wenn es nur drei waren, wieder einmal ließ er sich den Ball quasi aus der Hand nehmen.

Devin Gibson: Spielte uneigennützig, insgesamt mit drei Assists. Nahm in 6:11 Minuten keinen einzigen Wurf. Im Aufbau aber ohne klare Linie, dazu zwei Turnover. Katzurin hatte auch keinen Grund Thompson vom Parkett zu nehmen.

5 Responses

  1. 1 # kre April 4 2012 @ 7:12

    Kein Kommentar ist auch ein Kommentar.

    Einfach treffend.

    Eine Anmerkung zu Gibson, ich hatte einige Zeit den Eindruck, das er solider spielt als Juice und sich besser einbringen kann. Im Moment steht er sich wohl teilweise selbst im Weg.

  2. 2 # ScheSche April 4 2012 @ 10:12

    Ich stimme Dir soweit zu, dass Thompson zur Zeit deutlich solider spielt als Gibson. Aber ich glaube nicht, dass der sich im Weg steht. Verglichen mit den schwachen Spielen von Thomoson zwischendurch, als die Gegner seine Schwäche knallhart ausgenutzt haben und durch gezielten Druck auf den Aufbau das Frankfurter Spiel zerstört haben, ist Gibsons kleine Krise doch überschaubar. So wie Thomson gelernt hat, auch unter erheblichen Druck gut zu spielen, wird auch Gibson sein Offensivspiel um variable Ausstiegsoptionen bereichern können. Zwischenzeitlich sah es schon nach „Kopf durch die Wand“ aus und wenn dann Fouls bei einer großzügigen Linie nicht gepfiffen wurde … Das macht er inzwischen imho besser, aber es läuft eben noch nicht ganz Rund.

    Es gab ja die Diskussion, ob Gray noch einmal spielt und auch, wer nächste Saison PG wird. Derzeit halte ich das Duo Gibson/Thompson für sehr stark und es hat sich auch in einigen sehr schwierigen Spielen bewiesen. Daher kann ich mir inzwischen auch vorstellen, mit beiden in die nächste Saison zu starten und auf einen Routinier zu verzichten.

  3. 3 # kre April 4 2012 @ 11:35

    Ja.

    Und man muss auch auf dieser Position einen Deutschen aufbauen um die Qoute gleichbleibend zu erfüllen

  4. 4 # MAG April 4 2012 @ 12:55

    Das wäre super, wenn weiter auf das Duo Thompson/Gibson gesetzt würde!
    Was mir neben der erstaunlich schnell erlernten Spielstärke am Meisten gefällt, sind die „eingestreuten“ Emotionen von Gibson! :-)

  5. 5 # ScheSche April 4 2012 @ 14:10

    Kann den jemand das Potential von Amil Klisura (89), Max Merz (94) und Falco Theilig (92) einschätzen? Spielen die in der Pro B auch als Pointguard oder doch nur als Zweier? Am nächsten an der ersten Mannschaft ist sicherlich Falco Theilig, bei Max Merz müßte man sehen, wo der in zwei Jahren ist, wenn er so alt ist wie Theilig jetzt. Reicht es für die beiden? Welche anderen Pro-B-Spieler haben außer Danilo Barthel realistische mittelfristigen Chancen auf die erste Mannschaft? Tim Oldenburg?

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