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Mo 14.10.13 16:02

Klassenbuch zum 89:78-Sieg gegen Würzburg

Getragen von ihren Leistungsträgern holen sich die Skyliners ihren zweiten Saisonsieg. Rautins, Robinson werden den Skyliners in dieser Form noch viel Freude bereiten. Und ein junger deutscher Spieler schickt sich an, eine sehr gute Rolle in diesem Team zu spielen.

Gut dabei:

Andy Rautins: 28 Punkte, fünf Assists und fünf Rebounds. Nicht nur die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache beim 26 Jahre alten Shooting-Guard. Rautins knüpfte fast nahtlos an seine Leistung in Bremerhaven an, wo er noch vier Zähler mehr erzielt hatte. Gegen Würzburg unterstrich er noch einmal seine Vielseitigkeit. Neben seinem starken Distanzwurf (5/10), zog er immer wieder zum Korb und verwandelte 11/13 von der Freiwurflinie. Zu Beginn der Partie hatte er ein, zwei wilde Aktionen dabei, solange er aber so konstant gut punktet und auch mal die schwierigen Dinger reinschweißt, wird ihm das im Team keiner übel nehmen.

Dawan Robinson: Übel genommen hatte Cheftrainer Gordon Herbert Robinsons Verhalten unter der Woche. Geläutert kam der 31 Jahre alte Aufbauspieler zurück und untermauerte seinen Führungsanspruch im Team. Klasse einhändige Diagonalpässe sowie Punkte zur richtigen Zeit. Auf dem Weg zum Korb ist Robinson fast gar nicht zu verteidigen. 9/10 aus dem Zwei-Punkt-Bereich. Lediglich seine Dreieruqote (0/3) könnte besser ausfallen. Übernahm Verantwortung in der kritischen Phase. Punktete zweimal mit dem Buzzer (2. und 3. Viertel) und erzielte die entscheidende Fünf-Punkte-Führung (83:78) eine Minute vor Schluss.

Danilo Barthel: Der 21 Jahre alte Youngster hat einen riesigen Schritt in der Entwicklung gemacht. Seine Körpersprache ist völlig anders, als noch im vergangenen Jahr. Er zieht zum Korb, er setzt seinen Körper ein und er punktet! 16 Zähler, fünf Rebounds und ein Block standen für ihn zur Buche. Wenn er so weiter macht, könnte er bald von Frank Menz in die Nationalmannschaft berufen werden. Machte auch auf der Centerposition einen sehr guten Job.

Ganz okay:

Jacob Burtschi: In der Verteidigung zeigte Burtschi eine ordentliche Leistung, in der Offensive war er bis zum Schlussviertel überhaupt kein Faktor. Ein ganz wichtiger Dreier zum 68:68 hielt die Skyliners im Spiel. Dass es letztlich zehn Punkte geworden sind, hängt nur mit den vielen Fouls am Ende zusammen. Unter den Brettern bewies er mit neun Rebounds seine Qualitäten.

So lala:

Konstantin Klein: Der gebürtige Berliner ist ein bissiger Verteidiger und wurde für seine zuletzt guten Leistungen mit der Nominierung in die Starting Five und insgesamt 27 Minuten Einsatzzeit belohnt. „Qualitative Minuten“, wie Gordon Herbert es ausdrückt. Was dem jungen A2-Nationalspieler im Profibereich weiter fehlt ist die Durchschlagskraft in der Offensive. Gegen Würzburg hatte er einen Wurfversuch, den er daneben setzte. Ließ sich von Demond Carter im ersten Abschnitt oder Jimmy McKinney das ein oder andere Mal abkochen. Gut waren seine zwei Steals.

Schwächelnd:

Aziz N’Diaye: Im dritten Viertel gelang dem Senegelasen mit sechs schnellen Punkten Entlastung für das Team. Insgesamt wirkt der 2,13 Meter Mann aber viel zu hölzern. Gleich zwei-, dreimal verlegte er aus aussichtsreicher Position. Gegen die bulligen Würzburger Center hatte er einen etwas besseren Stand als Johannes Voigtmann. Fünf Fouls sprechen aber auch nicht gerade für cleveres Defensivverhalten.

Johannes Voigtmann: Der 2,08 Meter große Center ist noch nicht da, wo er in der Vorbereitung einmal war. Hatte große Probleme in der Verteidigung gegen Boone und McNaughton, ihm fehlte am Sonntag die Toughness, bekam früh drei Fouls angehängt. Vier Punkte, zwei Rebounds und immerhin zwei Assists. Dennoch kann der 21-Jährige viel mehr.

Kevin Bright: Er nahm sich in 15 Minuten sehr viele Würfe, traf aber nur einen seiner vier Dreierversuche. Mir scheint, dass er noch mit zu viel Respekt vor der Bundesliga agiert. Wenn er die ablegt, werden nicht nur die Punkte besser fallen. Hatte in der Verteidigung große Schwierigkeiten.

Unglücklich gelaufen:

Max Merz: Nach nur 47 Sekunden war schon wieder Schluss für den Youngster. Er hatte sich im ersten Saisoneinsatz wegblocken lassen, Demond Carter nutzte das und schweißte den Dreier ein. Co-Trainer Klaus Perwas legte ihm den Arm auf die Schulter und sprach ihm Mut zu. Wie heißt es so schön: Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

6 Responses

  1. 1 # Wettertom Oktober 14 2013 @ 16:14

    Sehe ich auch so:

    Schade, dass bei Konstantin die Würfe noch nicht fallen.

    Aziz N’Diaye:Sollte bei dem Trainerstab noch besser werden!

    Andy Rautins:Ohne Worte (positiv). Freue mich auf weitere Spiele mit ihm. Ohne Druck in München, kann er vielleicht noch mehr eintüten :-)

  2. 2 # Maurizio Oktober 14 2013 @ 19:28

    Stimme Dir hier 100% zu Timur….

    Eine kleine und wahrscheinlich auch unwichtige Frage bleibt jedoch offen: Wo waren den die Trommeln der Bembels? Schlüssel vergessen, keine Lust gehabt oder interne Probleme?
    Irgendwie muss man vorher studiert haben um die Aktionen der Bembels verstehen zu können?

    Zum Spiel: Einfach eine Runde Sache. Gordie scheint mal wieder ein tolles team aufgebaut zu haben. Hoffe daß
    1. Rautins seine Form so lange wie möglich halten kann.
    2. Aziz sich stabilisiert und ein paar mehr Punkte aus dem Inside Spiel mitbringt
    3. Tez so schnell wie möglich gesund wird (Natürlich auch unser Capitano)
    4. Die Zuschauer endlich mal wertschätzten was das Management und die Spieler leisten/geleistet habe.
    5. viele positive Überraschungen (vielleicht schon am nächsten Sonntag?!)

  3. 3 # Marcel Oktober 14 2013 @ 21:16

    Warum nicht getrommelt wurde, weiß ich auch nicht.
    Aber es hat irgendwie Spaß gemacht, da wir mehr gesungen haben und man hat uns bis zum Anschreibetisch gehört, jedenfalls in den Auszeiten.
    Meiner Meinung nach, war es der falsche Zeitpunkt für so eine Aktion, doch es geht auch ohne Trommeln.
    Was mich mehr aufregt ist dieses Eventpublikum, dass den Hintern nicht vom Sitz bekommt!

  4. 4 # Yeti Oktober 14 2013 @ 21:40

    Der Trommelstreik war wohl eine Protestaktion dagegen, dass die Spieler nach dem Spiel sofort in die Kabine gehen und nicht mehr beim Fanclub abklatschen.

    In Punkto mangelhafter Kommunikation sind sich Skyliners und -bembels echt ebenbürtig.

    Was mich aufregt ist dieses ewig unsinnge Genörgele über das „Eventpublikum“…

  5. 5 # ScheSche Oktober 14 2013 @ 22:46

    Na ja, um die langen Geraden zum Mitmachen zu motivieren, sind die Trommler echt mal Peng. Das klappt, wenn das Team in einem engen Spiel toll spielt. Sonst nicht. Da sind die Trommler so wichtig, wie ein Chines der nicht weiß, dass Reis in Säcke gefüllt wird. Und wenn die Trommeln funzen gibt es halt im allerbesten Fall (Entfornung: Lichtjahre) so eine Plastiksamba-Stimmung wie in Bamberg.

  6. 6 # leekson Oktober 15 2013 @ 7:30

    Off topic, aber ganz ehrlich: lieber eine Trommel die gleichmäßig in Abstimmung mit den Steh-Bembels den Takt vorgibt und der Rest singt und klatscht, als fünf/sechs Trommeln die unkoordiniert vor sich her schlagen, so wie es die letzten zwei Jahre der fall war…

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